04.07.2010: Das IFIM auf dem Tag der offenen Tür der Universität Paderborn

Am Tag der offenen Tür 2010 der Universität Paderborn präsentierten sich am 4.7.2010 das Institut für Industriemathematik (IFIM) und das Paderborn Institute for Scientific Computation (PaSCo) mit einem gemeinsamen Stand im Audimax-Foyer der Öffentlichkeit. Die Besucher konnten sich über aktuelle Projekte informieren und an dem Gewinnspiel "Da steckt Mathematik drin" teilnehmen.

Den Hauptpreis, das Buch "Mathematik - Motor der Wirtschaft", hat unter circa 100 Teilnehmern der 15-jährige Paderborner Schüler Moritz Bartnick gewonnen. Den zweiten Platz belegte die ebenfalls 15-jährige Johanna Schirmer und gewann eine Familienkarte für das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Platz drei und vier gingen an Maren Weber und Till Pape, die sich jeweils über eine Tasse des IFIM freuen konnten.

14.09. - 18.09.2009: AstroNet-Sommerschule zur Berechnung optimaler Flugbahnen für Raumfahrzeuge im All

Mit unbegrenzten Treibstoffressourcen könnte man im Weltall prinzipiell jeden Ort erreichen – doch diese stehen bei Raumfahrtmissionen natürlich nicht zur Verfügung. Ein Ziel der aktuellen Forschung im Bereich der Astrodynamik ist daher die Berechnung von sparsamen und zugleich optimalen Flugbahnen für Raumfahrzeuge. In dem Paderborner Hotel „Campus Lounge“ fand zu diesem Thema vom 14. bis 18. September eine Sommerschule statt, zu der ein Forscherteam um Prof. Dr. Michael Dellnitz (IFIM) führende internationale Experten als Vortragende eingeladen hatte. Die Sprecher kamen dabei unter anderem von der Princeton University sowie der University of Illinois at Urbana-Champaign.

Die Sommerschule gehört zu dem von der EU geförderten Projekt AstroNet, das Mathematiker, Ingenieure und Astronomen zusammenbringt, um gemeinsam innovative Neuerungen im Bereich der Astrodynamik zu entwickeln. Die etwa 50 Teilnehmer – größtenteils Studenten und Doktoranden aus anderen EU-Staaten – erfuhren nun unter anderem, wie das Zusammenspiel der Gravitationskräfte mehrerer Himmelskörper mathematisch geschickt formuliert werden kann. Diese komplexen Modelle dienen zur Identifikation energetisch effizienter Flugbahnen für Raumfahrzeuge, welche im Hinblick auf zukünftige Missionen relevant sein werden. Insgesamt ist solch ein Vorgehen nur mit Hilfe moderner mathematischer Verfahren möglich, die derzeit von den beteiligten Wissenschaftlern erforscht werden.

FOTO: (MARK HEINEMANN): Teilnehmer der AstroNet-Sommerschule.

01.04.2009: Prof. Dr. Andrea Walther ist neues Mitglied im IFIM

Am 01.04.2009 wurde Prof. Dr. Andrea Walther als neues Mitglied in das Institut für Industriemathematik aufgenommen. Frau Walther ist seit Anfang 2009 Professorin an der Universität Paderborn und arbeitet an der Entwicklung von Verfahren zur nichtlinearen Optimierung und Optimalsteuerung. Ein weiteres Forschungsinteresse ist die algorithmische Differentiation zur Berechnung exakter Ableitungen von Funktionen, die als Prozedur in einem Computerprogramm gegeben sind.

18.01.2009: Der Tabellenrechner in der Sonderausstellung "Computer.Sport" des Heinz Nixdorf MuseumsForum

Die Sonderausstellung "Computer.Sport" im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn zeigt vom 18. Januar bis 5. Juli 2009 "die Bedeutung aktueller computerbasierter Hochtechnologie für den heutigen Sport". Mit dem Tabellenrechner ist auch das IFIM mit einem Exponat in der Ausstellung vertreten.

Der Tabellenrechner erlaubt die schnelle und zuverlässige Berechnung, welche Platzierungen die einzelnen Mannschaften einer Fussballliga bis zu einem bestimmten Spieltag oder bis zum Saisonende noch erreichen können. Dabei wird sowohl die aktuelle Tabellensituation als auch der Restspielplan aller Mannschaften der Liga berücksichtigt. In der Ausstellung können an einem Terminal die jeweils aktuellen Ergebnisse für die laufende Saison der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga abgerufen werden.

Kontakt: Stefan Sertl

Foto (HNF): Der Tabellenrechner in der Sonderaustellung "Computer.Sport" des Heinz Nixdorf MuseumsForums.

14.11.2008: Wirtschaft trifft Mathematik - Symposium des Instituts für Industriemathematik

„Wer braucht schon Mathematik?“ – Die Antwort auf diese provokante Frage fiel im Rahmen des Symposiums „Wirtschaft trifft Mathematik“ des Instituts für Industriemathematik (IFIM) eindeutig aus: Jeder. Das 2005 an der Universität Paderborn gegründete Institut versteht sich als Schnittstelle zwischen mathematischer Forschung und industrieller Anwendung. Die Zahl der erfolgreichen Kooperationen wächst stetig. Auch der Gastgeber des Symposiums – die Paderborner Orga Systems GmbH – baut auf die Zusammenarbeit mit der heimischen Hochschule. „81 Prozent unserer Mitarbeiter haben einen universitären Hintergrund“, sagte Rainer Neumann, CEO der Orga Systems GmbH. Die Universität Paderborn sei der wichtigste Partner im Bereich Forschung und Entwicklung.

Über diese Aussage freute sich auch der Universitäts-Präsident Prof. Dr. Nikolaus Risch: „Wir haben uns bewusst dem Technologietransfer geöffnet und ernten jetzt gemeinsam mit den Partner-Unternehmen die ersten Früchte.“ Dies bestätigte Prof. Dr. Franz J. Rammig als Dekan der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik: „Das IFIM ist ein alltagsnahes Beispiel für die viel geforderte Interdisziplinarität.“ Der IFIM-Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Michael Dellnitz, unterstrich, dass „die Gewinnung von Praxispartnern eine der wichtigsten Aufgaben des Instituts“ sei. „Hier haben wir in den ersten Jahren bereits sehr viel erreicht.“

Lob für die Arbeit des IFIM gab es von prominenter Seite. Prof. Dr. Helmut Neunzert hielt den Hauptvortrag zum Thema „Mathematik für die Industrie“. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler gilt als Begründer der Technomathematik in Deutschland. Er machte deutlich, dass „die Industriemathematik gänzlich anders ist als die klassische Mathematik“. Wer mit der Industrie zusammenarbeite, würde schnell erkennen, dass es immer um Zeitersparnis gehe. Als Beispiele nannte er die Herstellung eines Vlieses aus Kunststoffgranulat oder die Minimierung des Abfalls beim Schleifen von Roh-Edelsteinen. „Durch den Einsatz vereinfachter Rechenmodelle haben wir in kurzer Zeit 15 Prozent Volumengewinn erzielt“, erklärte der Gründungsdirektor des Fraunhofer Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik. „Man kann mit der Mathematik also Geld verdienen“, nannte er ein gutes Argument dafür, die Kooperation mit der Mathematik zu suchen.

Drei erfolgreiche Beispiele für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Mathematik lieferten die ergänzenden Vorträge. Dr. Thomas Weber von der Hella KGaA Hueck & Co. aus Lippstadt erläuterte, wie mathematische Gleichungen die Grundlage zur Entwicklung optimaler Autoscheinwerfer sind. Michael Nolte von der Paderborner Wincor Nixdorf International GmbH berichtete über eine abgeschlossene Kooperation mit dem IFIM, wobei die Sicherheit von Geldautomaten im Vordergrund stand. Dr.-Ing. Florian Dignath von der ThyssenKrupp Transrapid GmbH, München, referierte über eine gelungene Kooperation bei der Weiterentwicklung des Transrapid, die durch Diplomarbeiten von Paderborner Studierenden untermauert wurde.

Das genaue Programm des Symposiums finden Sie hier.


Foto (Heiko Appelbaum): Prof. Dr. Michael Dellnitz, Prof. Dr. Helmut Neunzert und Prof. Dr. Franz J. Rammig (von links) wollen die Industriemathematik weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

07.12.2007: Erste Promotion am IFIM abgeschlossen

Am 07.12.2007 wurde die erste Promotion am Institut für Industriemathematik durch Dr. Volker Krummel abgeschlossen. Der Titel seiner Dissertation lautet: "Tamper Resistance of AES - Models, Attacks and Countermeasures".

30.05.2007: Mathematiker mit AstroNet erfolgreich - Neue Methoden zur Berechnung von Flugbahnen im All

Einem Forscherteam um den Mathematiker Prof. Dr. Michael Dellnitz, Universität Paderborn, wurden als Teil eines europaweiten Netzwerks von Raumfahrt-Experten von der Europäischen Union Forschungsgelder in Höhe von 500.000 Euro bewilligt. Insgesamt fördert die EU das Netzwerk über einen Zeitraum von drei Jahren mit mehr als 2,4 Millionen Euro.

Das Paderborner Forscherteam hat vor allem das Ziel, neue Methoden für die Berechnung von Flugbahnen im All zu entwickeln. Damit werden für die Planung von zukünftigen Raumfahrtmissionen neue Möglichkeiten eröffnet. Andere Teams beschäftigen sich mit der Entwicklung und der Steuerung neuartiger Raumsonden oder mit der Durchführung von Formationsflügen im Weltall.

Die Forscher des neuen Netzwerks haben sich im Rahmen eines EU-Programms zusammengefunden, mit dem die EU den Austausch von Wissenschaftlern zwischen verschiedenen europäischen Ländern fördert. Einige der Forscher, die sich im von der Universität Surrey, England, koordinierten Netzwerk zusammengetan haben, kennen sich bereits seit Jahren. Vor allem die Zusammenarbeit von an praktischen Fragestellungen orientierten Ingenieuren mit theoretisch arbeitenden Wissenschaftlern zum Beispiel aus der Mathematik zählt zu den Schwerpunkten des Projekts. "Dieses Netzwerk gibt uns die Möglichkeit, mit neuen Ideen und Techniken aus der Mathematik direkt die Arbeit der Ingenieure bei der Europäischen Weltraumbehörde ESA (European Space Agency) zu erleichtern. Dadurch wird die Vision des Instituts für Industriemathematik (IFIM) der Universität Paderborn erfüllt, in das dieses Projekt eingebettet ist", so Prof. Dellnitz.

Das Projekt wurde nach mehrjähriger Vorarbeit im März 2006 von der EU-Kommission angenommen. Bei der vorangegangenen wissenschaftlichen Begutachtung waren von insgesamt 901 Anträgen nur 70 zur Förderung empfohlen worden. "Damit zeigt sich, dass die Universität Paderborn Forschern auf internationalem Spitzenniveau entsprechend exzellente wissenschaftliche Rahmenbedingungen bietet", so Uni-Rektor Prof. Dr. Nikolaus Risch.

Foto: Prof. Dr. Michael Dellnitz, Kanzler Jürgen Plato und Rektor Prof. Dr. Nikolaus Risch (von links) freuen sich über 500.000 Euro Forschungsgelder, die der Universität Paderborn jetzt von der Europäischen Union bewilligt wurden.

07.05.2007: Abstieg oder Meisterschaft? Institut für Indsutriemathematik hilft bei Bundesliga-Prognosen

Bei vielen Fußballfans hat schon wieder das große Zittern begonnen: Wird "ihre" Mannschaft absteigen oder in der ersten Liga bleiben? Auch der Kampf um die Meisterschaft und um die begehrten Plätze zur Teilnahme an internationalen Wettbewerben ist in vollem Gange. Welche Platzierungen für die einzelnen Teams am Ende der Saison tatsächlich noch möglich sind, ist jedoch nicht leicht herauszufinden, da sich die Teams auch gegenseitig noch Punkte wegnehmen können. Mathematiker der Uni Paderborn haben nun einen Tabellenrechner entwickelt, der diese Informationen auf Knopfdruck ermitteln und online zur Verfügung stellen kann.

sport1.de, das nach eigenen Angaben größte Sportportal Deutschlands nutzt bei seiner Berichterstattung zur aktuellen Saison der Fußballbundesliga die Daten, die im Institut für Insdustriemathematik berechnet werden.

sport1.de hat dazu ihr Webangebot kurzfristig um eine entsprechende Seite erweitert. Über diese Seite werden bis zum Ende der laufenden Saison die vom IFIM jeweils aktuell ermittelten Ergebnisse zur 1. und 2. Fußballbundesliga einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Kontakt: Stefan Sertl


03.02.2007: Das IFIM stiftet Preis beim Tag der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik 2007

Am Tag der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik 2007 an der Universität Paderborn werden traditionell hervorragende Absolventen des vorangegangenen Jahres ausgezeichnet. Das Institut für Industriemathematik (IFIM) hat für die  Veranstaltung am 3. Februar 2007 den Preis für die besten Promotion im Fach Mathematik gestiftet. Preisträger ist Herr Dr. Kai Gehrs mit einer Dissertation zum Thema "Algorithmic methods for ordinary differential equations".



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